Geschichte der Schule

Von den Schulgebäuden

Wann in Wißmar die erste Schule eingerichtet wurde, konnte noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden. 1609 wird jedoch im Protokoll einer Kirchenvisitation des Dorfes eine Schulanstalt erwähnt. Hier lautet Punkt 13: „Die Schul dieses Ort anlangend wird dieselbige soviel möglich gehalten, aber die Eltern, so mehrenteils arme Leute sind, ziehen sie zeitlich zu ihrer Handarbeit davon“. In dieser Zeit wohnten in Wißmar etwa rund 220 Personen in ungefähr 90 Haushaltungen. Das Dorf gehörte wegen seiner großen Ländereien und seines großen Waldbestandes zu den reichen Gemeinden. In dieser Schule um 1600 unterrichteten mit größer Wahrscheinlichkeit Johannes Schieberstein, der zuvor Magister in Butzbach gewesen war und am Ambrosius Bingel, der vorher in der Lateinschule in Gleiberg unterrichtet hatte. Sie waren beide Pfarramtskandidaten und versahen so lange den Schuldienst, bis sie eine Pfarrstelle erhielten. Da in den nassauischen Landen noch kein Schulzwang bestand, wurde in Wißmar sowie in anderen Gemeinden nicht regelmäßig Schule gehalten. Meist begann der Unterricht um Martini, wenn in der Landwirtschaft nicht mehr soviel gearbeitet wurde. Nur im Winter gingen die Kinder zahlreich zur Schule, so dass der Schulmeister unterrichten konnte. Im Frühjahr und Sommer mussten die Kinder zu Hause bleiben und bei der Feldarbeit mithelfen.

Unterrichtet wurde zu dieser Zeit im alten Rathaus, das gegenüber der Kirche am Rande des Dorfplatzes stand. Hier fanden sich die Dorfbewohner bei den verschiedensten Anlässen zusammen. In diesem Haus richtete man schon 1635 eine Schulstube ein. Sie diente von diesem Zeitpunkt an dem Schulmeister auch als Wohnung.

Im Jahre 1766 vernichtete ein furchtbarer Brand kurz nach dem Einbringen der Ernte einen Großteil des Dorfes, dabei fiel auch der obere Stock des Rathauses dem Brand zum Opfer. 1776 wurde das Gebäude nach Instandsetzung weiterhin als Rathaus und Schule benutzt.

1870 baute die Gemeinde ein neues Backhaus mit einem großen Rathaussaal. Schon damals plante man, das alte Rathaus zu modernisieren, aber vordringlichere Aufgaben verhinderten die Ausführung. 1889 erhielt die Firma J.G. Müller, Atzbach, den Auftrag, die kleinen Räume im Obergeschoss in einen hellen, luftigen und großen Schulsaal umzugestalten. Das Untergeschoss wurde in eine Lehrerwohnung umgebaut.

"Pfaffschule" 1950 (Schulstraße 1)

„Pfaffschule“ 1950
(Schulstraße 1)

 

Als 1905 der Dienstwohnungsinhaber, Lehrer Georg Paff, ein eigenes Haus bezogen hatte, wurden auch die unteren Räume in einen Schulsaal umgewandelt.

Das zweite Schulhaus blickt dieses Jahr auf ein 150jähriges Bestehen zurück. Das Haus in der Schulstraße 6 wurde im Jahre 1856 erbaut und eingeweiht, als die große Kinderzahl die Einstellung eines zweiten Lehrers erforderte.

Also vor genau 150 Jahren wurde der erste Bau in Wißmar erstellt, der nur Schulzwecken diente. Lehrer Abel richtete im folgenden Jahr eine zweite Schulklasse ein und übertrag sie dem Lehrer Wilhelm Feld. Im Erdgeschoss war eine Lehrerdienstwohnung eingerichtet worden, die Lehrer Abel bezog, auch eine Scheune war zu dem neuen Gebäude gekommen, damit er seine Landwirtschaft weiter betreiben konnte.

Die Baukosten der neuen Schule betrugen 7200 Mark, wobei zu bemerken ist, dass die Beifuhr der Materialien im Wege des Frondienstes, also durch Hand- und Spanndienste, geleistet wurde, während die Gemeinde das Bauholz unentgeltlich zur Verfügung stellte. Alle Schulkinder wurden bei der Einweihung durch Kaffee und Wecken erfrischt, während die Jungend im alten Schulsaal tanzte.

Schulgebäude 1954 Schulstraße 6

Schulgebäude 1954 Schulstraße 6

Die rasch ansteigende Kinderzahl erforderte schon 1892 den Bau eines dritten Schulgebäudes. Dazu erkaufte die Gemeinde das Anwesen des Philipp Drommershausen in der Schlink und ließ es niederreißen.

Erbauer der neuen Schule war Kreisbaumeister Witte. Er schuf zwei Schulsäle und zwei Dienstwohnungen, die am 10. September 1893 eingeweiht wurden. An die Einweihung schloss sich ein großes Schulfest an. Die Baukosten betrugen 32 000 Mark.

Schulgebäude Schulstraße 17 (heutige Gemeindeverwaltung)

Schulgebäude Schulstraße 17
(heutige Gemeindeverwaltung)

 

Viele Jahre musste wegen der großen Schülerzahl und dem Raummangel auch der Sitzungssaal im neuen Rathaus als Schulsaal benutzt werden. Während tagtäglich unter dem Schulsaal die Backöfen zum Brotbacken geheizt wurden, befanden sich nebenan der Raum für Obdachlose bzw. Verbrecher, die hier vorübergehend festgesetzt wurden. Wahrlich ein unwürdiger Zustand für die Schule.

Nach 1945 stieg die Schülerzahl durch die Einbürgerung der Heimatvertriebenen um 20 Prozent. In sieben Räumen spielte sich vorübergehend der Unterricht für acht Klassen ab, in denen zum Teil mehr als 60 Kinder saßen. Hinzu kam noch, dass auch der evangelische und katholische Pfarrunterricht mit 13 Stunden und der Handarbeitsunterricht mit 10 Stunden in den gleichen Räumen untergebracht werden mussten. Es blieb nichts anderes übrig, als einen Raum im Gasthaus „Zum dicken Wilhelm“anzumieten.

Gasthaus "Zum Dicken Wilhelm" 1954

Gasthaus „Zum Dicken Wilhelm“ 1954

Schon 1920 hatte sich der Schulvorstand mit den Raumverhältnissen der Schule befasst und der Gemeindevertretung den Bau einer neuen Schule nahegelegt. Man wollte das Anwesen des Maurers Heinrich Frey neben der 1893 erbauten sogenannten neuen Schule ankaufen, die Gebäude abreißen und die Schule durch Anbau erweitern. Zum Glück zerschlugen sich die Verhandlungen. Auch diese Lösung hätte keinen auf die Dauer befriedigenden Zustand herbeigeführt.

Im Jahre 1945 wurde das 3. Schulgebäude teilweise zerstört. In diesen Tagen bemühten sich drei Wißmarer Lehrer, Herr Fröde, Herr Zotzmann und Herr Müdicken um den Wiederaufbau des Schulwesens.

Das Kollegium 1949

Das Kollegium 1949

 

Seit 1924 dachte der Schulvorstand über einen Neubau mit 6 Klassenräumen, einer Dienstwohnung und sogar mit einer Zentralheizung und einer Badeeinrichtung nach. Die Gemeinde begann, Baugeld anzusparen, verlor aber ca. eine halbe Million Mark Rücklagen bei der Währungsreform 1948.

Die primitiven, unhygienischen und keinerlei den Zeitverhältnissen entsprechenden Schulverhältnisse machten den Bau einer neuen Schule aber unumgänglich.

Ende 1953 wurde von dem Herrn Minister für Erziehung und Wissenschaft das Raumprogramm für den Schulneubau und der Bau einer kompletten neuen Volksschule anerkannt und genehmigt. Es wurden geplant: sieben Normalklassenräume,  zwei Gruppenräume, ein Werkraum, eine Schulküche, eine Kombinationsklasse, ein Mehrzweckraum, ein Lehrerzimmer, ein Lehrmittelzimmer, ein Büchereizimmer, eine Turnhalle, ein Schülerbad, eine Rektordienstwohnung.

Bauherrin war die Gemeinde Wißmar, sie stellte auch das Bauholz aus dem Wald und sorgte mit einem Sonderhieb in den gemeindeeigenen Wäldern für die Finanzierung. Am 23. November 1954 begann der Aushub der Erdmassen. Ein in Gießen stationiertes amerikanisches Bataillon stellte seine starke Planierraupe unentgeltlich zur Verfügung.

Aushub der Baugrube

Aushub der Baugrube

In Folge des harten Winters verschob sich der eigentliche Baubeginn bis zu den ersten Tagen im April 1955. Am 27. April 1955 wurde die Grundsteinlegung gefeiert. Eine Kassette, in der sich eine Urkunde und Münzen aus der Zeit befanden, wurde in den Grundstein eingemauert.

Landrat Weber bei der Grundsteinlegung 1955

Landrat Weber bei der Grundsteinlegung 1955

Am 16. Juli 1955 fand dann das Richtfest statt.

Beide Feste waren für die ganze Gemeinde bedeutende und frohe Ereignisse.

Die neue Schule konnte am 12. Mai 1956 nach einjähriger Bauzeit eingeweiht werden. Damit nahmen endlich die unzumutbaren Schulbedingungen im Dorf ein Ende.

Der Kostenvoranschlag wurde zwar um etliches überschritten (statt 660 000 DM nun 850 000 DM), aber dafür galt die Schule als Musterschule und Vorzeigeobjekt für den Kreis Wetzlar.

Die Wohnung in der Schule wurde später von den jeweiligen Hausmeistern bewohnt und das Schülerbad stand der Wißmarer Bevölkerung bis weit in die 60er Jahre samstags zum Bad zur Verfügung.

Unsere Schule im Jahr 1956

Unsere Schule im Jahr 1956

Der Bedarf der Volksschule an Unterrichtsraum war für lange Zeit gedeckt. Als die Schülerzahlen bis auf einen Höchststand von 446 (1968/69) stiegen, wurde Mitte der 60er Jahre gegenüber des Schuleinganges eine Pavillon aufgestellt, der ab dem Schuljahr 1972/73 aber nicht mehr zu Schulzwecken benutzt wurde.

Seit dem Schuljahr 1971/72, nach der Hessischen Schulreform, wurde die Schule in eine Grundschule umgewandelt, in der Kinder bis zum 4. Schuljahr unterrichtet werden.

 

Einweihung der neuen Schule

Am 12. Mai 1956 wurde die neue Schule in Wißmar eingeweiht. Für diesen Tag war ein umfangreiches Programm vorgesehen. Dazu wurden die gesamte Gemeinde und Gäste eingeladen. Zunächst verabschiedete sich die Schulgemeinde von dem alten Schulgebäude in der Schulstraße. Rektor Fröde sprach die Abschiedsworte und auch dieses Gedicht:

Abschied

Nun schließen wir deine Schultür zu

du bist jetzt alt, brauchst deine Ruh;

du hast uns viele Jahr´ gedient

wie es sich für ein Schulhaus ziemt.

Es gingen bei dir aus und ein

Großmütterchen und Mütterlein,

Großvater, Vater und auch wir,

wir Kinder danken dir dafür.

Wir sagen dir jetzt Lebewohl

du altes, treues Haus

und ziehen froh und wohlgemut

zur neuen Schul´ hinaus.

 

Verabschiedung von der alten Schule 1956

Verabschiedung von der alten Schule 1956

Dann begab sich der Festzug unter Führung von Rektor Fröde zum neuen Schulhaus im Hainerweg.

Festzug zur Schule im Hainerweg

Festzug zur Schule im Hainerweg

Dort wurde die Schule feierlich ihrer Aufgabe übergeben.

Einweihung mit Schulrat Willich und Bürgermeister Will 1956

Einweihung mit Schulrat Willich und Bürgermeister Will 1956

Festreden und ein buntes Programm machten diesen Tag zu einem besonderen Ereignis.

Geleitwort des Bürgermeisters Will zur Einweihung der Wißmarer Volksschule:

Ein bedeutsamer Tag für Wißmar ist gekommen. Nach ein­jähriger Bauzeit hat sich in unserer Gemeinde ein großes Werk vollendet. Heute, Samstag, den 12. Mai 1956, wird die neue Volksschule, die in landschaftlich schöner und ruhiger Lage hinter dem Dorfe errichtet wurde, in einer würdigen Feier eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Schüler und Lehrer haben diesen Tag mit Sehnsucht erwartet. Sie freuen sich, aus der Enge der alten Schulhäuser herauszukommen und in die gesunden, neuen, gediegen eingerichteten Räume ein­zuziehen Die Schulraumnot ist überwunden! Der Schichtunterricht hat ein Ende! Häufiger Raumwechsel machte den Unterricht schwierig und verhinderte ein Heimischwerden der Kinder in ihren Klassenzimmern. Unzureichende Lüftung durch Dauerbenutzung der Säle gefährdete die Gesundheit an den Kindern und Lehrenden. Durch den häufigen Wechsel des Unterrichtsbeginnes wurde Unruhe, zeitliche Unregelmäßigkeiten und erzieherische Schwierigkeiten selbst bis in die Familie getragen. Den hiesigen Gasthäusern sei an dieser Stelle der Dank der Gemeindeverwaltung gesagt, für die stete Bereitwilligkeit, uns mit ihren Sälen nach Möglichkeit auszuhelfen.

In weitblickender Weise hat die Gemeinde Wißmar durch den Bau der neuen Volksschule alle Unzuträglichkeiten beseitigt. Das Bauwerk wird in seiner ganzen Anlage allen Anforderungen gerecht, die heute und in der Zukunft nicht nur in bezug auf Unterricht und Erziehung, sondern auch im Hinblick auf die körperliche Ertüchtigung der heranwachsenden Jugend gestellt werden. Jetzt erst kann sich die Schule mehr ihren großen Aufgaben widmen, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Jugend zu erziehen, zur Ehrfurcht, zur Wahrhaftigkeit in der Liebe zur Heimat und zu denkenden, in sich gefestigten Persönlichkeiten, damit sie wertvolle Glieder der Dorfgemeinschaft und des Staates werden.

Die Gemeindeverwaltung dankt vor allem dem Herrn Landrat Weher, Wetzlar, den Herren der hessischen Regierung, die in großzügiger Weise unser Bauvorhaben unterstützten, indem die finanziellen Mittel bereitgestellt und alle Schwierigkeiten während des Baues gemeistert werden konnten. Sie dankt auch den Herren vom Kreisbauamt Wetzlar, Herrn Kreisbaurat Dietmar, Herrn Diplom-Ing. Schmidt, den Herren Bau-Ing. Reul und Schäfer, den Unternehmern und ihren Handwerkern und allen denen, die zum Gelingen des Baues beigetragen haben.

Möge ein guter Geist stets über unserer Schule walten!

 

Lehrerinnen und Lehrer der Schule seit 1956

In der Liste wird darauf verzichtet, Lehraufträge, Abordnungen, apl. Lehrer und Referendare im Einzelnen aufzulisten.

Hinzuweisen ist allerdings auf die Erteilung des Religionsunterrichtes. Er wurde teilweise von den jeweiligen evangelischen Pfarrern, bzw. größtenteils von den katholischen Pfarrern oder anderen Lehrbefähigten, z.B. Gemeindereferenten, erteilt.

 

Lehrer

beschäftigt

Lehrer

beschäftigt

Lehrer

beschäftigt

Fröde, Hermann

1926 – 1965

Möller, Helga

1963 – 1969

Kollath, Birgit

1976 – 2015

Zotzmann, Fritz

1930 – 1965

Horejschi, Heinz

1963 – 1972

Lohr, Angelika

1978 – 2015

Schwirtlich. Karl

1948 – 1963

Wölbing,  Gudrun

1963 – 1966

Trinth.-Dörr, I.

1980 – 1981

Kulawik, Margret

1951 – 1964

Etzold, Marianne

1963 – 1964

Best, Helmut

1982 – 2000

Schneider, E.-W.

1948 – 1972

Preis, Martin

1965 – 1989

Ohl, Irene

ab 1983

Traudt, Erich

1948 – 1953

Fritz, Elke

1965 – 1968

Schmalz, Heidrun

1987 – 1992

Traudt, Erich

1958 – 1960

Blumentritt, Fr.

1966 – 1979

Weber, Rosem.

1988 – 1990

Schneider,Hildeg.

1953 – 1984

Frank, Ludwig

1966 – 1992

Brömer-Kämmer

ab 1989

Freund, Hedwig

1954 – 1956

Beltz, Michael

1966 – 1972

Scheitler, Edith

ab 1990

Stille, Gerhard

1955

Steinhauer, B.

1966 – 1968

Schulz, Ursula

ab 1992

Hensel, Hans

1955 – 1958

Schüßler, Dorothe

1966 – 1968

Lehmann, Ursula

1992

Jaensch, Herbert

1956 – 1970

Kaiser, Dagmar

1968 – 1978

Schwalb, Agnes

1994

Jaensch, Waltr.

1956 – 1969

v. Derschau, Fr.

1966 – 1970

Ferber, Carola

1994 – 2015

Gierth, Fritz

1958 – 1961

Leugering, Hildeg.

1968 – 1975

Kirschbaum, Chr.

ab 1995

Bohne, Rudolf

1958 – 1965

Dau, Ulrike

1968 – 1972

Mandler, Hildeg.

1998 – 2005

Heldt, Eva

1959 – 1962

Linne, Helga

1969 – 1973

Fischer, Claudia

ab 1997

Kirschbaum, Fritz

1960 – 1969

Ribka, Ingrid

1969 – 1971

Schmidt-Leib, A.

ab 1999

Kiefer, Waltraud

1961 – 1968

v. Spiegel, Hans

1970 – 1975

Bager, Anja

2000 – 2004

Falcke, Eugenia

1962

Baum, Gerhard

1974 – 2001

Prössl, Heike

2000 – 2003

Krause, Edeltraud                            1961 – 1968

1962 – 1963

Rohloff, Hannel.

1974 – 1977

 

Aus der Schulchronik

In der neuen Schule unterrichten 1956 insgesamt 9 Kollegen/innen:

hintere Reihe v. l.: Karl Schwirtlich, Fritz Zotzmann, Rektor Hermann Fröde, Referendar Hans Hänsel vorne: Wilhelm Schnorr, Hedwig Freund, Hildegard Schneider, Margret Kulawik, Wolfram Schneider

hintere Reihe v. l.: Karl Schwirtlich, Fritz Zotzmann, Rektor Hermann Fröde, Referendar Hans Hänsel
vorne: Wilhelm Schnorr, Hedwig Freund, Hildegard Schneider, Margret Kulawik, Wolfram Schneider

 

Hausmeister in der Schule wird Adolf Wagner bis zum 31.12.1964. Ihm folgt am 1.1.1965 Hans Reinhardt, der am 30.6. 1994 verabschiedet wird.

Nach mehreren unbefriedigenden Zwischenlösungen übernimmt Christof Rink 1997 die Hausmeisterstelle.

1956/57 In diesem Schuljahr werden 29 Jungen und 25 Mädchen ins erste Schuljahr aufgenommen. DieGesamtschülerzahl beträgt vom 1. bis 8. Schuljahr 378.

Ostern 1958 werden mit einer Feierstunde, die von Schülern durch Vorträge und musikalische Beiträge    ausgestaltet wird, 55 Schüler nach dem 8. Schuljahr entlassen. 4 Jungen und 1 Mädchen besuchen weiterführende Schulen in Gießen.

Ende 1959 wird der Hauptlehrer Wilhelm Schnorr, der über 30 Jahre in Wißmar unterrichtete, feierlich  verabschiedet.

1960/61 Ab diesem Schuljahr wird der Englischunterricht ab der Klasse 5 an der Volksschule eingeführt.

1961/62 wird das 5-jährige Bestehen der Schule mit einem großen Fest gefeiert. Am Vorabend des Festes, am 24.6. 1961, bewegt sich ein Lampionzug, der vom Spielmannszug der Sportgemeinde angeführt wird, durch die Straßen des Ortes. Am 25.6. 1961 zieht ein Festzug zum Sportplatz, auf dem mit Spielen und Darbietungen gefeiert wird.

1962/63 Lehrer Karl Schwirtlich scheidet nach 15-jähriger Tätigkeit aus dem Schuldienst aus. Die Lehrer Fritz Zotzmann und Rudolf Bohne werden für 40-jährige Lehrertätigkeit geehrt.

1963/64 Das Kollegium in dieser Zeit

Das Kollegium 1963; von links: Kirschbaum, Möller, Zotzmann, Fröde, Schneider, Korb, Jaensch, Schneider, Bohne

Das Kollegium 1963; von links: Kirschbaum, Möller, Zotzmann, Fröde, Schneider, Korb, Jaensch, Schneider, Bohne

In diesem Jahr wird in Wetzlar der 5. Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels durchgeführt. Jungen und Mädchen des 6. Schuljahres nehmen daran teil. Gisela Bittendorf wird als beste Leserin zu dem Wettbewerb geschickt und gewinnt den 1. Preis.

1964/65 Am Ende des Schuljahres gehen Fritz Zotzmann und Rudolf Bohne mit einer festlichen Abschiedsstunde in den Ruhestand.

1965/66 Rektor Hermann Fröde, der im 65. Lebensjahr steht, wird für sein 40-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Schulrätin Lore Reitz, der Vorsitzende des Kreispersonalrates Becker, Bürgermeister Heinrich Will, das Lehrerkollegium und die Schüler der oberen Klassen finden sich zu einer Feierstunde in der Schulturnhalle zusammen.

Lehrer Fritz Kirschbaum und Hildegard Schneider danken dem Schulleiter im Namen des Kollegiums und der Schule. Wenige Wochen danach, am 12. Oktober 1965 muss Herr Fröde krankheitsbedingt aus dem Schuldienst ausscheiden. Im Amtsblatt 10/1965 des Hess. Kultusministers werden für Wißmar eine Rektor- und Konrektorstelle ausgeschrieben.

Im Februar 1966 wird einer der ersten Schulpavillons in Fertigbauweise im Kreisgebiet als Erweiterungsbau in dreiwöchiger Bauzeit errichtet. Er ist nötig geworden, weil nach Einführung des 9. Schuljahres die räumlichen Möglichkeiten der Volksschule Wißmar erschöpft sind. In einer Feierstunde anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Volksschule wird der Pavillon offiziell eröffnet.

Der neue Pavillon 1966

Der neue Pavillon 1966

 

Bereits zu diesem Zeitpunkt denkt man über eine Mittelpunktschule Wißmar/Launsbach nach, so dass die bestehende Volksschule als Unterstufenschule und ein neues Schulgebäude als Oberstufenschule eingerichtet werden könnten.

1966/67 werden in Hessen zur Überleitung des Schuljahresbeginns zwei Kurzschuljahre von je 8 Monaten Dauer eingeführt.

Das erste Kurzschuljahr 1966 geht vom 1.4.1966 bis 30.11.1966, während sich das zweite Kurzschuljahr über den Zeitraum vom 1.12.1966 bis 31.7. 1967 erstreckt. Der Schuljahresbeginn wird damit auf den 1. August festgelegt. Am 10. März wird Lehrer Franz Blumentritt zum neuen Rektor der Volksschule ernannt.

1967/68 Am Anfang des neuen Schuljahres werden die Amtseinführungen des neuen Rektors und des neuen Konrektors, Fritz Kirschbaum, feierlich in der Schulgemeine gestaltet. Mit Beginn des Schuljahres werden die ersten Kinder so genannter Gastarbeiter eingeschult. Es sind 10 Kinder.

1969/70 Die Rechtsverordnung vom 24.6.1969 legt fest, dass ab 1.8.1969 die Förderstufe für die Schulaufsichtsbereiche I und II im Landkreis Wetzlar eingerichtet wird. Für unseren Bereich wird Krofdorf-Gleiberg als Standort festgelegt. Für die Schulgliederung bedeutete das folgenden Aufbau:

1.     Kindergarten (in den einzelnen Orten)

2.     Vorklasse (in Krofdorf-Gleiberg)

3.     Grundstufe (in Krofdorf-Gleiberg, Launsbach und Wißmar)

4.     Sekundarstufe a) Förderstufe  b) Mittelstufe

5.     Oberstufe

6.     Sonderschule (in Krofdorf-Gleiberg)

Mit der Einrichtung von Förderstufen beginnt gleichzeitig der planmäßige Aufbau der Gesamtschule. Das 5. Schuljahr wird aus der Volksschule Wißmar ausgegliedert und als Förderstufe der Volksschule Krofdorf-Gleiberg zugeführt. In Wißmar unterrichtet man in diesem Schuljahr die Klassen 1 bis 4 und 6 bis 9. Mit gleichem Datum wechselt auch die Schulträgerschaft von der Gemeinde Wißmar zum Landkreis Wetzlar.

Geplant ist die Errichtung einer neuen Gesamtschule auf dem Wettenberg für die drei Gemeinden Wißmar, Krofdorf-Gleiberg und Launsbach. Sie soll die Förderstufe und die Sekundarstufe I beherbergen. Konrektor Fritz Kirschbaum wird ab 12.1.1970 an die Schule in Krofdorf-Gleiberg versetzt. Dadurch muss die Stelle des Konrektors in Wißmar neu ausgeschrieben werden.

1970/71 Am 1.12.1970 wird Frau Hildegard Schneider durch Herrn Schulrat Faust in das Amt der Konrektorin eingeführt.

1971/72 Mit Beginn dieses Schuljahres wird im Zuge der Schulreform des Kreises Wetzlar die selbstständige Grundschule Wißmar gebildet.

Von der zur Gesamtschule Launsbach ausgegliederten Hauptschule werden die Jahrgänge 8 und 9 noch in der Wißmarer Schule unterrichtet.

1972/73 In diesem Schuljahr umfasst die Grundschule Wißmar 10 Unterrichtsklassen, die sich wie folgt verteilen:

1. Schuljahr:  3 Klassen mit insgesamt 69 Schülern

2. Schuljahr: 3 Klassen mit insgesamt  67 Schülern

3. Schuljahr: 2 Klassen mit insgesamt  73 Schülern

4. Schuljahr: 2 Klassen mit insgesamt  48 Schülern

Der Außenpavillon wird in diesem Schuljahr nicht mehr belegt und auf Anordnung des Schulverwaltungsamtes von der Zentralheizung abgetrennt.

Für die italienischen Kinder werden wöchentlich 6 Stunden Italienisch durch Frau Ricci erteilt.

Am 23.09.1972 wird in die Schule eingebrochen. Gegen 23.00 Uhr bemerkt der Hausmeister Hans Reinhardt, der in der Schule seine Wohnung hat, verdächtige Geräusche. Bei der Nachschau stellt er im Rektorzimmer Licht fest und sieht, dass die Tür gewaltsam aufgebrochen ist. Anscheinend haben auch die Täter sein Kommen bemerkt und flüchten durch das Fenster. Gestohlen wurde nichts, lediglich waren die Schreibtischfächer durchwühlt.

1974 – 76 In diesen Jahren verläuft die Entwicklung der Grundschule Wißmar in ruhigen Bahnen. Personelle Veränderungen im Kollegium sorgen manchmal für eine Unterbesetzung, dadurch bedingt kommt es zu Stundenausfällen. Überbesetzungen machen eine optimale Unterrichtsversorgung, Differenzierung und Zusatzangebote möglich.

1977 Die Gründung der Stadt Lahn bringt einige schulorganisatorische Änderungen mit sich. So geht die Schulträgerschaft auf die Stadt über. Das Schulwesen der Stadt gliedert sich in

1. Primarstufe: Grundschule 1. bis 4. Schuljahr

2. Sekundarstufe I:

a) Förderstufen        5. und 6. Schuljahr

b) Gesamtschulen   7. bis 10. Schuljahr

3. Sekundarstufe II: 11. bis 13. Schuljahr

a)    gymnasiale Oberstufe

b)    berufliche Schulen

Für den Schulbesuch gilt, dass die Schüler die in ihrem Schulbezirk liegende Schule zu besuchen haben.

Ab dem 1.09.1977 arbeitet Frau Margret Schön als Sekretärin in der Schule. Ihre Vorgängerin Frau Reeh versieht nun ihren Dienst an der Grundschule Biebertal.

Im Juli 1978 feiert Wißmar das 1200-jährige Bestehen. An den Ortseingängen sind große Plakattafeln aufgestellt und Autoaufkleber sollen diese Feier bekannt machen.

Auch die Grundschule trägt durch Darbietungen, Ausstellungen von Schülerarbeiten und Teilnahme am Festzug an der Ausgestaltung der Feierlichkeiten bei.

1979 wird die Stadt Lahn aufgelöst. Auch dies bedeutet wiederum schulorganisatorische Umgestaltung: Die Schulträgerschaft übernimmt der Landkreis Gießen, während die Schulaufsicht dem Staatlichen Schulamt für den Kreis Gießen obliegt (ab 1.1.1980).

Am 10.7.1979 wird der Schulleiter, Herr Franz Blumentritt, in einer Feierstunde verabschiedet. Er tritt auf eigenen Wunsch zum 31.7.1979 in den Ruhestand.

1979/80 Da die zwar ausgeschriebene Schulleiterstelle vorläufig nicht besetzt wird aufgrund sinkender Schülerzahlen, übernimmt die Konrektorin Hildegard Schneider ab 1.8.1979 die Dienstgeschäfte des Schulleiters. In der Grundschule werden in diesem Schuljahr 182 Schüler unterrichtet.

Das Kollegium 1979; von vorne: Frau Lohr, Frau Kollath, Herr Frank, Frau Schneider, Frau Scheitler, Herr Preis, Herr Baum

Das Kollegium 1979; von vorne: Frau Lohr, Frau Kollath, Herr Frank, Frau Schneider, Frau Scheitler, Herr Preis, Herr Baum

1980/81 Am 9.5.1981 feiert die Schule ihren 25. Geburtstag mit einem Schulfest. Gewürdigt wird das Jubiläum in einer Feierstunde in der Turnhalle mit Grußworten und buntem Programm.

Um 15.00 Uhr beginnt ein buntes Treiben auf dem Schulhof. Viele Spiele werden von den Eltern für die Kinder organisiert. Bei strahlendem Sonnenschein genießen alle dieses Fest, das gegen 18.00 Uhr beendet ist.

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Schulfest 1981

Schulfest 1981

Im Jubiläumsjahr werden erfreulicherweise alle Klassenräume mit neuen hellen Lampen versehen. Außerdem erhalten mehrere Klassenräume, Flure und Treppenhäuser einen neuen Anstrich

1981/82 Am 11.1.1982 übernimmt Herr Helmut Best kommissarisch die Schulleiterstelle. Kurz nach seiner Amtsübernahme herrscht große Aufregung in der Schule. Hans Reinhardt hat einen Einbrecher dingfest gemacht. Nachdem sein Hund angeschlagen hat, hält er ihn so lange in Schach, bis der Einbrecher festgenommen werden kann.

In den folgenden Jahren wird zunehmend versucht, neben den unterrichtlichen Aufgaben auch andere Veranstaltungen und Tätigkeiten in den Schulalltag aufzunehmen bzw. zu erweitern. Immer wiederkehrende Veranstaltungen sind Wanderungen, Jugendherbergsaufenthalte in Hessen und Tagesfahrten zu Sehenswürdigkeiten. Projektwochen setzen den normalen schulischen Ablauf außer Kraft. Regelmäßige Besuche des Stadttheaters in Gießen vermitteln den Kindern den ersten Kontakt zu dieser kulturellen Einrichtung. Sonderveranstaltungen von außenstehenden Künstlern, Handwerkern und anderen besonderen Personen ergänzen den Unterricht.

Auch an dem Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, bei dem wir auf Kreisebene in den Disziplinen Handball, Fußball und Schwimmen stets eine herausragende Rolle spielen, nehmen wir regelmäßig teil.

Das großartige Abschneiden der Mannschaften ist auch ein Verdienst der guten Vereinsarbeit in Wißmar und der Zusammenarbeit der Schule mit den Vereinen.

Am 17.3.1982 wird die Mädchenhandballmannschaft Kreismeister und die Jungenhandballmannschaft Vizekreismeister.

1982/83 Mit Wirkung vom 1.10.1982 wird Helmut Best zum Rektor der Grundschule ernannt. Beherrschendes Thema im 2. Schulhalbjahr ist der Brand in der Wettenbergschule am 9. März 1983. Die 6 Klassen der Förderstufe mit 130 Kindern werden in Wißmar eingelagert. Diskussionen um den Wiederaufbau verzögern diesen.

1983/84 auch in diesem Schuljahr gewinnen die Handballerinnen den Kreismeistertitel 1983. Am 09.07.1984, mit Ablauf des Schuljahres, scheidet Frau Hildegard Schneider aus gesundheitlichen Gründen aus. Sie wird zusammen mit ihrem Mann im Bürgerhaus feierlich verabschiedet. Da die Schülerzahlen um 180 herum schwanken, wird die Konrektorenstelle nicht sofort ausgeschrieben.

1984/85 Zu Beginn des Schuljahres ist die Förderstufe der Wettenbergschule immer noch bei uns zu Gast. Erst 1985 ist der Wiederaufbau abgeschlossen und die Grundschule hat die Schule wieder für sich. Es ist anzumerken, dass zwischen den Gästen und der Grundschule stets ein gutes Verhältnis herrschte. Einen breiten Raum in diesem Jahr nimmt die Ausgestaltung der ehemaligen Küche als Raum für „Freie Arbeit“ ein. Die Renovierungsarbeiten in der Schule gehen zügig voran. Klassenräume erhalten neue Fenster und werden neu gestrichen. Die Turnhalle bekommt neue Fenster, der Parkettboden wird abgeschliffen und neu versiegelt.

Die Handballerinnen werden erneut Kreismeister. Der Wanderpokal geht in unseren Besitz über. Die Fußballer werden überraschend Vizemeister. Auch bei den Schwimmwettkämpfen belegen mehrere Schüler erste Plätze.

1985/86 Die personelle Situation in der Schule ist insoweit unbefriedigend, dass wir stets mit Abordnungen leben müssen und dadurch eine kontinuierliche Klassenführung nicht gewährleistet ist. Zur Gewährleistung der Unterrichtsversorgung werden mehrere Lehrer von der Wettenbergschule abgeordnet.

1986 wird unser Schulgebäude 30 Jahre alt. Aus diesem Grund wird am 7.6. 1986 ein Schulfest veranstaltet.

1986/87 Große Erfolge erringen wieder unsere Handballerinnen und Handballer, sowie die Fußballer mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft in ihrer Disziplin.

Im Amtsblatt 12/1986 wird die Konrektorenstelle endlich ausgeschrieben. Nach dem Auswahlverfahren steht fest, dass Frau Heidrun Schmalz die Stelle ab dem 1.08. 1987 besetzen wird.

1987/88 Zum 1.8.1987 wird Frau Heidrun Schmalz als kommissarische Konrektorin in ihr Amt eingeführt. Damit verbessert sich die Unterrichtssituation merklich. Mit dieser Zeit beginnt eine verstärkte Kooperation mit den Wißmarer Kindergärten. Es erfolgen regelmäßige Gespräche, gemeinsame Fortbildungen und gegenseitige Besuche, um den Kindergartenkindern den Übergang in die Grundschule zu erleichtern und Einblicke in die Arbeitsweise von Kindergarten und Schule zu erhalten.

Für viel Wirbel sorgt die Verordnung über die Übergänge innerhalb der allgemeinbildenden Schulen vom 5.2.1988.

Danach muss für alle Kinder im 4. Schuljahr von den Klassenlehrer/innen ein Gutachten angefertigt werden, das eine entsprechende Eignung enthält. Nach sehr viel Unruhe bei Eltern und Lehrern und auch im politischen Bereich werden die wichtigsten Teile in einem Normenkontrollverfahren für nichtig erklärt. Sämtliche Unterlagen (Protokolle, Gutachten, Elternmitteilungen) müssen vernichtet werden.

Zwei Ereignisse ragen im 2. Halbjahr aus dem Schulalltag heraus: Unser Schulfest am 9. Juli 1988 und das erstmals durchgeführte Gleibergfest der Wettenberger Schulen am 17. Juli 1988.

Herr Best bietet erstmals eine Arbeitsgemeinschaft „Wißmarer Platt“ an. Ziel dieser AG soll es sein, Kindern einen Einblick in die heimische Umgangssprache zu geben, die leider auszusterben droht.

1988/89 Am 13.07.1989 wird in einer Feierstunde Lehrer Martin Preis verabschiedet, der auf eigenen Wunsch aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand tritt.

1989/90 Wie ein roter Faden zieht sich die Planung und Durchführung einer Projektwoche durch das gesamte Schuljahr. Die Schüler werden in die Planung mit einbezogen. Dank der Mithilfe der Eltern können 16 Arbeitsgruppen angeboten werden. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ am 23. Juni 1990 präsentiert.

1990/91 Im März 1991 wird erstmals in der Schule ein Vorlesewettbewerb durchgeführt. Alle TeilnehmerInnen erhalten ein Buchgeschenk, das vom Elternbeirat gestiftet wird. An Himmelfahrt 9.5.1991 findet der 1. Krämermarkt in Wißmar statt.

1991/92 Der Verein „Betreute Grundschule“ ist gegründet. Er erhält kurzfristig die ehemalige Hausmeisterwohnung und kann nach den Herbstferien Kinder von 7.30 Uhr bis 14.00 Uhr betreuen. In der Zeit vom 18. bis 22. Mai findet wieder eine Projektwoche statt, die mit Hilfe der Eltern ein voller Erfolg ist. Ein Thema dieser Woche wird im Schulalltag fortgeführt: Ein Schulgarten unterhalb der Turnhalle wird von den Lehrern gestaltet und von den Kindern mit Leben gefüllt. Frau Kollath betreut seitdem viele Jahre eine Garten-AG. Frau Heidrun Schmalz wird auf eigenen Wunsch versetzt.

1992/93 Seit dem 12.2.1993 ist Frau Angelika Lohr als kommissarische Konrektorin an der Schule tätig, am 17.12.1993 wird sie zur Konrektorin ernannt. Herr Ludwig Frank wird auf eigenen Wunsch nach 40 Berufsjahren in den Ruhestand versetzt und von der Schule verabschiedet.

1993/94 Mit Beginn des Schuljahres tritt das Hessische Schulgesetz in Kraft. Darin enthalten sind eine Anzahl Neuerungen. Die wichtigste ist die Einrichtung der „Schulkonferenz“. Sie ist ein Mitbestimmungsgremium, das sich aus Teilen der Elternschaft und des Kollegiums zusammensetzt.

Die neu gewählte Schulkonferenz tagt am 18.11.1993 zum ersten Mal. Im Mai 1994 findet wieder eine Projektwoche mit abschließendem Schulfest am Samstag statt.

Am 30. Juni 1994 wird das Ehepaar Reinhardt nach fast 30jähriger Tätigkeit als Hausmeister bzw. Reinigungskraft verabschiedet. Die Problematik der Nachfolge kann zunächst nicht befriedigend geklärt werden. Durch Teilabordnungen anderer Hausmeister wird die Zeit überbrückt.

1994/95 Im Dezember 1994 finden die ersten Vorgespräche zur Gründung eines Fördervereins statt. Am 22.3.1995 findet die „Gründungsversammlung“ für den Förderverein an der Grundschule statt.

1995/96 In diesem Schuljahr halten die Computer Einzug in die Schule, nicht als Ausstattung des Schulträgers, sondern aus Eigeninitiative der Schulleitung. Das gesamte Kollegium nimmt an einer von der Justus-Liebig-Universität angebotenen Schulung teil.

Die Schule feiert ein Doppeljubiläum: das Schulgebäude steht seit 40 Jahren, seit 25 Jahren ist die Grundschule Wißmar eigenständig.

Mit dem Schülerchor des Gesangvereins gibt es eine enge Zusammenarbeit. Es wird zum Fest eine gemeinsame Aufführung des Singspiels „Die Heinzelmännchen von Köln“ aufgeführt.

Die Mundartgruppe „Wissemere Hanjer“ die sich durch die AG seit 1988 gebildet hat und von Helmut Best geleitet wird, erhält für ihre Arbeit den Kulturförderpreis der Gemeinde Wettenberg.

1996/97 Erstmals wird in diesem Jahr eine Integrationsklasse eingerichtet. Ein Kind wird lerndifferenziert unterrichtet. 10 Unterrichtsstunden sind doppelt besetzt.

Im zweiten Halbjahr findet erstmals ein Flohmarkt des Fördervereins in der Grundschule statt, den seitdem bis zum Jahre 2006 Frau Schneider organisiert.

Die Gemeinde Wettenberg stellt der Schule ein Grundstück als Schulgarten zur Verfügung, mit vereinten Kräften gelingt es, aus einem verwilderten.

Garten einen halbwegs anschaulichen Schulgarten zu gestalten. Der Obst- und Gartenbauverein unterstützt uns nach besten Kräften.

Der neue Schulgarten 1997

Der neue Schulgarten 1997

Regelmäßig finden seit diesem Schuljahr ökumenische Schülergottesdienste statt. Sie werden abwechselnd in der evangelischen und der katholischen Kirche jahrgangsweise abgehalten.

1997/98 Der Förderverein beschließt, jeweils im Herbst und im Frühjahr einen Flohmarkt durchzuführen. Im November findet erstmals eine Buchausstellung statt, die in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde und dem Förderverein organisiert wird. Sie wird zu einer ständigen Einrichtung.

Die Projektwoche im Juni 1998 wird zum ersten Mal unter ein gemeinsames Thema gestellt: „Wir gestalten unsere Schule“.

Im Mai 1998 beteiligt sich die Schulgemeinde bei der Organisation des 1. Hessischen Märchenmarktes als Erweiterung zum Krämermarkt in Wißmar. In der Schule werden Plakate gestaltet, die Elternschaft übernimmt den Kartenverkauf.

1998/99 Mit Beginn des Schuljahres werden „feste Öffnungszeiten“ eingeführt. Als Neuerung wird ebenfalls die Arbeitszeit der Lehrer/innen neu festgelegt. Es erfolgt eine Unterrichtsverpflichtung nach Zeitstunden nach einem komplizierten Unterrichtsverfahren.

Die 45 Minuten-Stunden werden zugunsten von Unterrichtsblöcken aufgelöst. Es zeichnet sich ab, dass die Schule mit dem neuen Schuljahr in allen Jahrgangsstufen dreizügig wird. Das bedeutet, dass ein zusätzlicher Raum geschaffen werden muss. Der Werkraum wird zu diesem Zweck als neuer Klassenraum renoviert und eingerichtet.

Die Schülerzahl steigt auf 242 (zuletzt erreicht 1976). Alle Schuljahre sind dreizügig.

1999/2000 Der politische Wechsel der Landesregierung (CDU/FDP) bringt auch einen Wechsel in der Unterrichtsorganisation mit. Die „festen Öffnungszeiten“ werden abgeschafft und durch die „Unterrichtsgarantie“ ersetzt.

In der neuen Stundentafel sind für die 3. und 4. Schuljahre je 2 Stunden Englisch vorgesehen und werden in Wißmar auch eingerichtet, da die Schule über Fachlehrerinnen in Englisch verfügt und sich Klassenlehrerinnen bereit erklären,  Englisch zu unterrichten.

Der 12. Klassenraum wird rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig. Leider verfügt die Schule über keinen zusätzlichen Raum mehr, z.B. Filmraum, Musikraum, Werkraum. Das macht den Unterrichtsablauf schwierig.

Die Projektwoche in diesem Schuljahr steht unter dem Motto „Die vier Jahreszeiten“. Am 20.6.2000 wird Herr Helmut Best mit einer Feierstunde aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

Frau Angelika Lohr übernimmt als Stellvertreterin die vorläufige Leitung der Grundschule.

2000/01 Zum Jahresende scheidet Herr Baum ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen aus dem Kollegium in den vorzeitigen Ruhestand aus. Herr Baum bleibt der Schule jedoch bis zum heutigen Tage als ehrenamtlich tätiger Lehrer mit 4 Wochenstunden erhalten.

In den letzten Jahren wurde immer häufiger in der Grundschule eingebrochen, und Zerstörungen und Schmierereinen nahmen zu. In diesem Jahr sind nach den Weihnachtsferien Fenster und Wände des Gebäudes beschmiert. Die betroffene Schulgemeinde nimmt dies zum Anlass, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und Eltern und Schüler bereiten eine gemeinsame Demonstration vor.

Am 19. Mai findet die zweijährige Zusammenarbeit der Grundschule und der Musikschule Wettenberg in einem Konzert ihren vorläufigen Abschluss. Eine Schulklasse wurde 2 Jahre in einer zusätzlichen Musikstunde in der Musikschule von Herrn Dieter Reinhardt ehrenamtlich unterrichtet. Geplant und gewünscht ist die weitere Zusammenarbeit.

2001/02 Die Zusammenarbeit mit der Musikschule kann weiter ausgebaut werden. Herr Reinhardt erhält einen BAT-Vertrag über 2 Stunden und unterrichtet in den ersten beiden Schuljahren je 1 Stunde zusätzlich.

Ab diesem Schuljahr wird der Unterrichtsvormittag neu rhythmisiert. Alle Schulen sind aufgefordert, garantierte Unterrichtszeiten anzubieten, Kinder der 1. und 2. Schuljahre sollen 4 Zeitstunden, Kinder der 3. und 4. Schuljahre 5 Zeitstunden versorgt werden

In Wißmar wird ein gleitender Schulanfang eingerichtet.

Das erste Schuljahr ist in diesem Jahr nur zweizügig. Dadurch steht endlich wieder ein zusätzlicher Raum zur Verfügung. Dieser wird als Musik- und Filmraum eingerichtet.

Erstmals beteiligt sich der Förderverein am 9. Dezember mit einem Kuchenstand am Engelsmarkt in Wißmar.

Die Projektwoche findet im März unter dem Motto „Alles handgemacht“ statt. 19 verschiedene Projekte können angeboten werden, 6 Projekte allein unter der Leitung von Eltern.

Am Schulfest findet in den Räumen der Schule ein Basar statt, auf dem alle Kunstwerke, die in der Projektwoche entstanden sind, verkauft werden.

Der gesamte Erlös (2740 €) soll in diesem Jahr für die Anschaffung von Großspielgeräten auf dem Schulhof verwendet werden.

 

Unsere Schule heute

Im Laufe der Zeit wurden in der Grundschule einige räumliche Neugestaltungen durchgeführt und zudem Vereine ins Leben gerufen. So wurde im Schuljahr 1991/1992 der Verein „Betreute Schule“ gegründet, welcher in die damalige Hausmeisterwohnung der Schule einzog und bis heute Kinder der Schule betreut. Im Jahr 1995 wurde überdies der Förderverein der Grundschule gegründet.

Am 1. April 2002 wurde die heutige Schulleiterin  Angelika Lohr vom Staatlichen Schulamt zur Schulleiterin der Grundschule Wißmar ernannt.

Als besonderes Geschenk erhielt die Schule an diesem Tag  vom Staatlichen Schulamt die Auszeichnung: „Schule mit besonderer musikalischer Förderung“. Diese Auszeichnung erhielt die Schule aufgrund der Schwerpunktbildung im Fach Musik der letzten Jahre. Seitdem arbeitet die Grundschule mit der Musikschule Wettenberg eng zusammen. Im ersten und zweiten Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche Stunde Musik.

Am 30.4. 2003 wurde zudem Carola Ferber in einer Feier zur Konrektorin der Schule ernannt.

Im Jahr 2004/2005 wurde der Bau einer neuen Sporthalle verwirklicht, welche sowohl von Vereinen, als auch von Seiten der Schule als Schulsporthalle genutzt wird.

Sporthalle

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Am 03.02.2006 wurde die neue Sporthalle mit einem Festabend und am 04.02. mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

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2009 Die an die neuerrichtete Sporthalle angrenzende alte Turnhalle soll zu einem Mehrzweck- und Begegnungsraum umgebaut werden. Der Raum soll geeignet sein für Elterninformationsabende, kleine Feste und Arbeitsgruppen. Nach den neusten Informationen steht fest, dass unsere Schule im Sonderinvestionsprogramm des Landes Hessen aufgenommen ist und der Umbau der Halle mit 200.000 Euro im Jahr 2009 geplant ist.